12.05.21, 13:35:00

Anarchismus und Revolution in Mexiko-- Teil 3: "Stark ist das Schweigen" (Poniatowski )

Ende der 7Oer Jahre führte die Entdeckung riesiger Ölfelder die PRI dazu, sich mit der Aussicht auf unermesslichem Reichtum im Ausland Kapital zu leihen, um eine neue Industrialisierung durchzuführen. Doch durch eine internationale „Ölkrise“ fielen die Preise und der mexikanische Staat in eine tiefe Verschuldung. Als das Land vor dem Bankrott stand, stiegen Weltbank und IWF ein. Die anschließende allgemein wohl bekannte „Sanierungspolitik“ führte zu einer weiteren Verelendungen der ärmeren Bevölkerungsgruppen und einer Verarmung des Mittelstandes. Die Banken und große Teile der Industrie wurden privatisiert, die Ölindustrie durfte die PRI allerdings behalten. Das Freihandelsabkommen NAFTA mit USA und Kanada wurde installiert. Dieser Vertrag sollte am 1.Januar 1994 in Kraft treten. All die nicht sehr edlen Damen und Herren, die Reichen und selten Schönen versammelten sich am Silvesterabend auf ihren Balkonen, um die Lösung ihrer Probleme ausgiebig zu feiern.
Doch am nächsten Morgen wurden sie alle jäh geweckt

Im Morgengrauen des 01.01.1994 besetzte die „EZLN“(Ejercito Zapatista de la Liberacion Nacional ) fünf Kreisstädte in Chiapas, Mexiko. An diesem Tag wurde in San Cristobal de las Casas die erste „Declaracion de la Selva Lacandona“ verlesen